Tag "chobits"

Drei Anime Clips, die der böööse Asmodeus mag

Jaha, der böööse Asmodeus schaut auch Animes, die erst aber erst so richtig kennengelernt hat, als er das Mondscheinkätzchen kennenlernte. Vorher hatte der böööse Asmodeus seine eigene Meinung zu Animes und die hat ihm auch völlig gereicht, da brauchte er keine Belehrung durch Tatsachen mehr. Animes sind Kinderkram und nur für Menschen, die noch immer nicht begriffen haben, dass Biene Maja in Wahrheit nicht existiert und falls doch, wäre sie in ihrer Gesellschaftsform bestensfalls eine zersetzende Querulantin gewesen, die dringend ins Heim (bzw. die Wabe) gesteckt werden müsste.

Ja, gut … so ein bissel Anime-Erfahrung hatte ich auch schon (Cpt. Future sei dank) und vor allem scheint mich das musikalisch auch ziemlich geprägt zu haben. 🙂 Aber sei es drum… inzwischen haben ich auch schon 2 Lieblingsserien, die ich von Anfang bis Ende geschaut habe und einige Lieblingsfilme von Ghibli kommen noch dazu… also soll keiner sagen, der böööse Asmodeus tut sich seine Meinung nicht ändern lassen… 🙂

Hier kommen also drei Anime Clips, die dem bööösen Asmodeus gefallen:

 

Natürlich ist auch Platz 1 der bereits eben erwähnte Cpt. Future, mein Held aus Kindertagen. Ach ja… kommt mir wie gestern vor 1.000 Jahren vor. Damals waren die Raumschiffe noch geil designed und die Rollen war klar verteilt. Die Frau wurde gefälligst gerettet und hatte auch ggf. bei passender Gelegenheit bewusstlos zusammenzubrechen, damit der Held auch Held sein konnte. Die Strahlenkanone war noch nicht W-Lan, sondern hatte ein Kabel und irgendwie meine ich, dass die Männer heutzutage deshalb wieder so penetrant zu Vollbärten neigen, weil sie vielleicht noch unterbewusst in Erinnerung haben, dass die Respekts- und Vorgesetztencharaktere bei Cpt. Future auch oft Vollbärte trugen.

 

Ein Wissender möge mich aufklären, aber ich weiß einfach nicht woher diese ganzen „Best Animes of all Time“ Videos in Youtube herkommen… ist das eine Produktions-Clique oder eine ganze Szene oder was auch immer? Jedenfalls gibt es unter diesem Stichwort eine ganze Menge von echt genialen Musikclips, die ihre Animation zur Musik aus den verschiedensten miteinander verschnittenen Anime-Clips erhalten. Dieser Clip hier „Quantum Riplles“ ist daraus mein absoluter Liebling und deshalb auch verdientermaßen auf Platz 2.

 

Der dritte Lieblingsclip steht eigentlich nur stellvertretend für meinen Lieblingsfilm von Ghibli, der „Mein Nachbar Totoro“ heißt. Ja, ein bissel kindlich ist das schon… aber ich find den Totoro einfach knuffig… und wenn ich mit dem Umfang auch noch eine so gute Figur machen könnte, wäre ich eigentlich schon zufrieden. 🙂

Der Mensch, der für Chii bestimmt ist

Inzwischen kenne ich jetzt doch tatsächlich alle Folgen der Anime-Serien „Chobits“.

Hätte man mir noch vor ein paar Monaten gesagt, dass ich mich für diese Art von Film/Serie mal wirklich begeistern (lassen) könnte, hätte ich das mit absoluter Gewissheit verneint. Andererseits war ich schon immer ein wenig erfahrungsgeil und lasse mich auch gerne mal von neuen Eindrücken leiten. Nun, wie dem auch sei… so waren diese sechs DVDs der Serie „Chobits“ nun eben mein Einstieg in die Welt der Animes.

Ich gebe auch zu, dass mich das Thema selbst schon sehr gefesselt hat. Das Thema Mensch-Maschine-Menschlichkeit-Programmierung-Gefühle ist eine Sache, die mich gedanklich sehr oft beschäftigt. Was macht den Unterschied zwischen den Gedanken im biologisch funktionierenden Hirn eines Menschen oder dem Speicher (nehmen wir mal die Fiktion zu Hilfe) eines endgeil programmierten „Persocoms“  aus? Ab wann wird aus selbstlernender Programmierung und Logik echte Kreativität und echtes Gefühl?

Chii, liebt ihren „Besitzer“…. doch liebt sie ihn weil sie es will oder weil sie nicht anders kann? Liebt sie überhaupt oder folgt sie einer Programmierung ohne eigene Wahl…. sicher, in der Serie ist das einfach, aber kann man irgendwann wirklich einmal ein (programmtechnisches) Niveau erreichen, bei dem solchen Fragen dann wirklich ethisch relevant werden? Es wäre in jedem Fall spannend.

Chii sucht nach dem Menschen, der für Chii bestimmt ist. Ein schöner Gedanke und einer, an den ich eigentlich nie zu glauben aufgehört habe. Ich glaube, es gibt Menschen, die füreinander bestimmt sind. Ich glaube aber auch, dass diese Bestimmung nicht immer ultimativ ist. Sie „können“ für einander bestimmt sein und allein das „sein“ genügt auch nicht, denn man muss dafür etwas tun, darf es nicht einfach als Selbstverständlichkeit nehmen, man darf nicht einschlafen und man darf nicht aufhören wertzuschätzen.

Liebe, Programmierung, Gefühle, Wille, Bestimmung und Schicksal… das Thema dieser Serie ist gut gewählt und es beschäftigt mich noch immer ziemlich. Vielleicht hab ich irgendwann einmal eine konkretere Meinung dazu.

Vorerst gebe ich mich damit zufrieden dass die Serie ein Happy End hat und dass es schnuckelig aussieht, wenn die kleine Chii ihre Hände zu Hidekis Gesicht empor streckt um seine Wangen zu berühren – und das alles mit einer unerschütterlichen Gewissheit DEN EINEN Menschen gefunden zu haben… wer würde sich so etwas nicht selbst für sich oder den Menschen, den man liebt, wünschen?