Tag "frust"

Die kramphafte Angst um die eigene Individualität

Jeder Mensch ist ein Individuum.

Auch wenn so manch einer das wohl irgendwie nicht wahrhaben kann.

 

Die paranoide Angst um den Verlust dieser sind mir schon aufgefallen, als ich auf die weiterführende Schule kam. Erst schleichend, doch im Laufe der ersten Jahre immer stärker erkennbar. Die Mädchen fangen an sich für Kleidung und Styling zu interessieren und je größer das Interesse wurde, umso stärker die Angst (vor Konkurrenz?). Es gab ewig lange Zickereien wenn jemand ein paar Tage später mit demselben Tshirt zur Schule kam dass bereits ein anderes Mädchen in der Klasse besaß. Eine Freundin fragt die andere ob es okay ist wenn sie sich dasselbe Teil auch kauft. Und wehe man stylte sich auf eine ähnliche Art wie jemand anderes, dann war aber die Hölle los! „Jemanden nachmachen“ war das schlimmste, was man tun konnte.

Etwas später kam ich zur Gothic-Szene, die mir einige Jahre bleiben sollte. Aber auch hier ging es leider ähnlich weiter..die Leute, die so sehr nach Toleranz schreien benehmen sich untereinander teilweise genauso bitchig wie die „Normalos“ von denen sie sich ja eigentlich abgrenzen wollen. Eine Bekannte von damals erläuterte mir bei einem Gruppentreffen ihr Kleiderproblem: Sie wollte so gerne eine bestimmte Jacke haben, dann war jemand anderes aus dem Bekanntenkreis aber schneller und nun wolle sie die besagte Jacke deswegen nicht mehr.

Dann kam dieses Jahr das Thema Abiball und das natürlich „sehr wichtige“ Abschlusskleid. Man konnte nicht einmal in einer gemütlichen Sitzgruppe darüber plauschen, weil jede kramphaft geheim hielt wo sie einkaufen war, damit ja niemand dasselbe Kleid kaufte. Woher kommt diese Angst?

 

Ich meine, was SOLL die Scheiße?! Entschuldigt die Wortwahl, aber ich begreife das einfach nicht! Ich verstehe ja das jeder etwas Einzigartiges sein will, das will ich ja auch, aber diese paranoide Angst ist doch sinnlos. Und dass manche Sachen eben öfter als 1 Mal vorkommen ist bei Stangenware, beliebten Modetrends und irgendwann ausgeschöpten Kombinationsmöglichkeiten ja selbstverständlich. Wisst ihr was? Mir war das schon immer egal. Wenn mir etwas gefällt, kaufe ich es. Und den Teufel werde ich tun jemanden dafür um „Erlaubnis“ zu bitten. Ein Kleidungsstück gefällt mir nicht weniger, nur weil es jemand anderes auch schon trägt. Wenn ich jemanden mit demselben Teil sehe grinse ich und sage „Hey, cooles Top/Tshirt/…!“ Und wenn jemand dasselbe Kleid wie ich getragen hätte, dann wäre mein Abiball noch immer schön gewesen.

Und warum? Es ist nicht so als hätte ich kein Konkurrenzgefühl gegenüber anderen Frauen, das habe ich sehrwohl. Aber ich weiß dass man es unter all diesen Umständen eben so ist dass irgendwo jemand mit demselben Teil rumläuft wie ich und vielleicht sogar besser darin aussieht. Aber das ist halt so. Deshalb hole ich mir trotzdem Inspirationen zum Nachstylen oder frage wo etwas her ist um es (wie das gern so genannt wird) „nachzukaufen“. Deshalb bin ich nicht weniger ein Individuum.

Ich finde dass niemand Angst haben muss nicht mehr individuell genug zu sein, nur weil man das Gleiche wie jemand anderes gekauft hat oder andersrum. Niemand muss diese paranoide Angst haben in den berühmt-berüchtigten „Mainstream“ abzurutschen. Denn: Kleidung, Styling und Co. mag es oft geben, dich aber nur einmal. Trag was DIR gefällt und vergiss dieses blöde Angst- und Konkurrenzgefühl!

Das war ein etwas harscher Blogeintrag, aber das Thema brennt mir seit ein paar Tagen unter dem Nägeln. Danke fürs Lesen! 🙂

*Bitte hier beliebigen Titel einfügen*

Es gibt nicht immer gute Tage, das kann auch gar nicht funktionieren. Aber heute ist einer von diesen Tagen, die einfach nur scheiße sind. Da schmecken die Lieblingskekse nicht und neben dem Lernen für die anstehende Klausur sitzt man nur vor dem Pc und schaut sich einen Film nach dem anderen an. Ohne Fernseher kann ich nicht mehr einschlafen, es ist sonst einfach zu still und zu leer. Ich habe nichtmal genug Antrieb um mir meine Ansätze nachzutönen. Dazu bin ich auch noch krank.

Die Klausur ist nicht gerade meine Stärke und stresst deshalb sehr, von der mündlichen Prüfung mal ganz zu schweigen. Ich will einfach nur dass das alles zu Ende ist. Dazu kommen noch so viele andere Sorgen und Probleme..von der Hochstimmung von vor zwei Monaten ist fast nichts mehr da.

*Überbrückungsmusik*

Im Moment läuft für mich nicht viel, da ich dass Schulgelände nur noch für meine Prüfungen betreten muss. (Abgesehen von der Zeugnisvergabe) Und neben Lernen und Co. gibt es viel Gelegenheit zu entspannen oder schönen Unternehmungen nachzugehen..Kochen, Shoppen, Freunde treffen, Abends weggehen, Flohmärkte besuchen,..

Mit dem Abschluss-Shopping bin ich morgen endlich fertig. Und wenn eine Frau genug vom Einkaufen hat, dann ist es genug. 😉 Nach dem Anprobieren von bestimmt 50 Jäckchen und 100 Schuhen sind sogar nun die schwierigsten Suchen beendet. Bei solchen Gelegenheiten fällt mir wieder ein, wie einfach es Männer doch haben: Anzug, Schuhe und fertig.

Und was braucht frau?

– 2 Kleider (Zeugnisvergabe & Abiball)

– 2 Paar Schuhe

– passende Strumpfhose

– passender BH

– Schmuck

– Handtasche

– 1 Bolero & 1 Stola

– Ideen für eine Frisur

– Makeup

 

Aber zum Glück hab ich beide Kleider zufällig Secondhand bekommen (und das sogar noch supergünstig) und die Tasche war auch sofort gefunden. Der Rest war nicht wirklich schwer. Schmuck ist entweder schon Passend unter meinen Sachen oder schon bestellt. Auf die Bestellung freue ich mich übrigens riesig! 🙂

Dann kann der Abschluss ja kommen! (Ich bin schon gespannt auf meinen bööösen Asmo mit Hemd und Krawatte :P)

 

 

Achja und….

 

😉