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Japanische Fisch-Sud-Suppe… vielleicht!

Das „vielleicht“ hängt am Titel dieses Eintrages dran, weil wir nur teilweise auf englische oder deutsche Anleitungen gestoßen sind und meine Handy-„Fotografier den Text und ich übersetze es für dich“-App für Japanisch überhaupt gar keinen Zweck hat… so mussten wir einen Teil des folgenden Experimentes einfach selbst ausdenken und ich hoffe, dass wir es einigermaßen richtig gemacht haben, auch wenn so manchem Japan-Fan unter euch sicher die Achselhaare zu Berge stehen dürften…

Die Ausgangssituation dieser Versuchsanordnung sah folgendermaßen aus:

Die Zutaten aus dem Japan-Shop

Die Zutaten aus dem Japan-Shop

Das da links sind feine Flocken aus lange steinhart getrocknetem und dann fein gehobeltem Fisch. Das grüne in der Mitte ist so eine Art Suppenpulver und rechts liegen Soba-Nudel, die eigentlich mehr oder weniger nur aus Buchweizen bestehen. Glaubt man dem Bildungsfernsehen (das ist das, was es vor RTL und Next Topmodel mal im TV gab), sollen diese Soba-Nudeln für einen Menschen wie mich, der nicht auf so ganz besonders gutem Fuß mit seinem Blutdruck steht, so ziemlich das Beste sein, was man essen kann.

Der einzige „falsche Fuffz’ger“ in diesem Zutaten-Quartett ist die Soja-Soße, auf der zwar „Japanische Soja-Soße“ steht, die aber hier beim REWE um die Ecke gekauft wurde… aber das haben wir dem Fisch, dem Pulver und den Nudeln nicht verraten.

Nun denn… es ging also ans Werk… und zwar mit den Nudeln.

Wer nun glaubt, das Zeug einfach wie Spaghetti ins kochende (ungesalzene) Wasser zu werfen, der erlebt sein blaues Wunder, denn die Dinger schäumen sehr ordentlich. Da uns das bei einem ersten Versuch vor einigen Monaten schon einmal zum kücheputzenden Verhängnis wurde, waren wir diesmal entsprechend vorsichtig und haben die Nudeln nur in kleinen Portionen nacheinander zugegeben… aber jedes Mal waren wir dennoch kurz davor wieder eine Sauerei zu veranstalten…

Yeah! Schaumparty!

Yeah! Schaumparty! Fehlen nur noch die sexy Girls in Bikini…

Die Nudeln mussten auch nur 3-4 Minuten kochen und wurden dann abgegossen und erstmal zur Seite gestellt. Soweit so gut, der interessante (für uns neue Teil) kam dann jetzt… dieses Fischzeug, meine ich.

„Katsuobushi“ nennt man das und wenn man die Tüte öffnet, hat man keine Zweifel mehr, dass diese seltsamen rinden-braunen Flocken wirklich aus getrocknetem Fisch bestehen. Nun, man kann nicht behaupten, dass es stinken würde… aber es riecht eben doch sehr konzentriert nach einer Art Fisch, wie man sie als Süßwasserfisch-Esser europäischer Grill- und Pfannen(un)kultur eben nicht wirklich kennt. Unangenehm war es also nicht, nur neu… aber fuck it… deswegen machen wir den Unsinn ja auch. 🙂

Armer Fisch...

Armer Fisch…

Da liegt er also nun (bzw. nur eine kleine Kostprobe fürs Bild), der arme Fisch, der:

  • gefangen
  • filetiert
  • gekocht
  • zwei Wochen (!) lang geräuchert
  • und dann noch einige Tage in der Sonne getrocknet
  • und dann noch von einem Pilz überwuchert wird
  • bis er wie Stück Holz aussieht, sich so anfühlt und auch klingt
  • und dann zu feinen Flocken gehobelt wird.

Also ich könnte mir für mich selbst ein schöneres Ende vorstellen…. Ich hab auch eine Flocke gekostet und war überrascht wie relativ papierartig und geschmacklos sie ist. Sie fühlt sich im Mund an wie ein kleines Stück Backpapier und schmeckt bei weitem nicht so fischig, wie er der Duft in der Verpackung glauben machte.

Nun auf jeden Fall sollte man den Fisch in kochendes Wasser werfen, ihn dort eine Minute lang kochen lassen und den Topf dann von der Platte nehmen und stehen lassen bis der Katsuobushi auf den Grund abgesunken ist.

Jetzt schwimmt er wieder... der Fisch

Jetzt schwimmt er wieder… der Fisch

Tja, aber was soll ich euch erzählen… wir haben da wohl eine Packung mit echtem Fisch erwischt, denn die blöden Mistdinger wollten und wollten einfach nicht absinken. Die schwammen gerade so im Wasser rum, als wären sie nie aus dem Meer gefischt worden. Irgendwann hab ich es aufgeben und hätte beinahe einfach mit der Zugabe des Suppenpulvers weitermacht… als meine Freundin mich zum Glück unterbrach.

Eigentlich bin ja ich der Dokumentations-Freak hier bei uns. Ich liebe Dokus über Quantenmechanik, Weltraum und Gravitation und das ganze Zeug. Ich schlafe zu sowas unheimlich gern ein… für mich ist das schon immer ein sehr beruhigender Gedanke gewesen, dass wir alle aus Sternenstaub entstanden sind und wieder einmal dazu werden und ständig irgendwo was neues entsteht (auch wenn es mal wieder ein paar Milliarden Jahre dauern könnte)… ich finde darin einfach meinen Frieden.

Was das jetzt mit der Japanischen Fisch-Sud-Suppe zu tun hat? Gar nichts, aber es geht ja noch weiter….. manchmal nämlich, wenn ich meine Freundin mit zuviel Lichtjahren und Teilchenphysik genervt habe, schauen wir auch sehr gerne Dokus über Japan an. Vielleicht verlinke ich euch mal ein paar gute, die ich im offiziellen WWW gefunden habe. Eine dieser Japan-Dokus handelt von eben diesem Katsuobushi (ich bin gespannt, wie oft ich diesen Namen noch schreiben muss, bis ich nicht mehr dauernd aufs Bild schauen muss, wie man das buchstabiert).

Eigentlich sind diese Japanisches-Essen-Dokus keine besonders gute Idee zum Einschlafen, denn man bekommt immer Hunger davon…. aber andererseits machen einen Gravitation und Schwarze Löcher auch nicht satt.

Nun… zurück zur Fisch-Sud-Suppe…. ich dummer Deutsche hätte jetzt einfach das Suppenpulver dazu gegeben…. aber meine Freundin war bei der Japan-Doku wohl nicht so schnell eingeschlafen wie ich und erinnerte sich noch daran, dass man die Flocken gar nicht in der Suppe lässt, sondern nur den Sud daraus verwendet. In der Doku wurde das von einem ganz ohne Zweifel sehr ehrwürdigen und erfahrenem Suppen-Meister erledigt, aber das hab ich entweder vergessen oder nur noch im Halbschlaf mitbekommen. Eigentlich stand es auch in Englisch auf der Rückseite der Verpackung, aber bei 3 einzelnen Kochanleitungen (auf den verschiedenen Päckchen) für eine einzige Suppe… da kann man auch mal was überlesen.

Also gut, dann hab ich das also abgegossen… in der Doku wurde geschöpft, aber ich wollte eigentlich, dass die Suppe noch vor Mitternacht fertig wird und daher musste es ein Sieb und ein zweiter Topf erledigen.

Und da war der Fisch zum zweiten Mal im Netz

Und da war der Fisch zum zweiten Mal im Netz

Soweit so gut… doch blieb eine Frage: Was zur Hölle mach ich jetzt mit dem Fisch-Flocken-Rest, der noch im Kochtopf war? Ich meine, von „essen“ stand da nix auf der Verpackung… aber von Entsorgung war auch keine Rede darauf. Einfach in den Mülleimer wegwerfen geht ja auch nicht, das Zeug ist viel zu patschig-matschig… also blieb mir kein anderer Einfall, als den Fisch wieder schwimmen zu lassen und zwar im Badezimmer-Klo.

Nein! Das zeige ich euch jetzt nicht auch noch, aber was im Topf zurückblieb als ich den Sud auskippte, das dürft ihr sehen…

Ausgeschwommen...

Ausgeschwommen…

Übrigens war ich heute (einen Tag danach) nach der Arbeit erstmal im Drogerie-Markt um mir sehr starke WC-Reinigungstabletten zu kaufen, denn der Fisch (obwohl nur Sekunden am Porzelan bis zu seiner „Entlassung“) hatte einen dermaßen starken Geruch hinterlassen, dass ich ihn noch heute Früh beim Duschen wahrnehmen konnte.

Ok… wollen mir mal sehen:

  • Nudel? Check!
  • Fisch-Sud? Check!

Es fehlt noch das Suppen-Pulver…. und eigentlich war ich mir bis dahin auch relativ sicher, dass wir alles einigermaßen korrekt gemacht haben. Das Pulver jedoch haben wir im Supermarkt erst finden können, nachdem wir via Handy die Google-Tante fragten, wie das Pulverzeug heißt, das in so eine Suppe kommt. Nachträglich bin ich mir jetzt nicht mehr so ganz sicher, ob das richtig war, denn laut Web enthält das „Dashi“ Pulver bereits genau die Geschmacksstoffe, die wir mit dem Sud produziert haben…. allerdings roch sie in diesem Fall überhaupt nicht nach Fisch… könnte also sein, dass wir entweder doppelt-gemoppelt oder doch alles richtig gemacht haben…. aber was solls, ist ja auch nur ein Versuch aus Spaß.

Suppe wie Brausepulver

Suppe wie Brausepulver

So sieht das aus, was in der grünen Verpackung in der Mitte des ersten Bildes war. Natürlich gibt es noch weitere Einzelpackungen darin, jedoch benötigten wir nur zwei davon. In den Portionspackungen ist ein Granulat enthalten, dass neben einer leichten Soja-Note einen mir völlig unbekannten und daher für mich nicht in Worten zu beschreibenden Geschmach enthält… aber der Geschmack ist nicht schlecht, sondern eher spannend/interessant. Die Konstitenz des Pulver erinnert an eine  Semmelbrösel/Paniermehl-große Version dieser Granutlat-Zitronen-Tee-Getränke.

Wir haben also den Sud noch einmal aufgekocht und dann das Dashi-Pulver hinzugegeben. Davon habe ich leider kein Bild.. wäre auch sinnlos, weil der Topfinhalt noch immer aussah wie der Sud eben aussah. Als Anregung zur Geschmacksabstimmung waren auf der Dashi-Pulver-Packung noch einige Zutaten genannt, die wir natürlich alle NICHT vorrätig hatten. Den Tofu zum Beispiel habe ich zwei Tage zuvor in der Gewissheit weggeworfen, dass wir ihn nicht mehr brauchen (weil er bei einem anderen nicht dokumentierten Versuch gar nicht geschmeckt hat). Lediglich Zwiebeln hatte ich im Haus…. und weil auf der Verpackung aber von „Spring-Onions“ die Rede war, hab ich mir eine kleine Zwiebel geschnappt und sie kurz mit einem sehr tiefen und hypnotischen Blick angeschaut und ihr verkündet:

„Du bist jetzt eine Frühlingszwiebel.“

Nein, bei solchen Aktionen schauen mich meine Freundinnen schon lange nicht mehr blöd an… die sind sowas gewohnt. Ich verabschiede eine hoffnungslos zu Tode getragene Lieblings-Boxershort auch schon mal mit ein paar persönlichen Worten des Dankes für jahrelange treue Dienst und dass ich eine wie sie nie mehr finden werde, bevor ich sie wegwerfe. Wenn man mit sowas nicht umgehen kann, dann ist man besser gar nicht erst mit mir zusammen… auf jeden Fall wird es nicht langweilig zuhause. 🙂

Natürlich verwendet man bei den Frühlingszwiebeln eigentlich den Lauch-artigen Teil… aber eine zur Frühlingszwiebel erklärte Normalzwiebel ist Zweifelsfall besser als gar keine, hab ich mir gedacht…

Tja, dann wars das eigentlich auch schon mit der Vorbereitung. Der Soba-Nudeln-Anleitung folgend haben wir Nudeln und Suppe erst in der Essen-Schale miteinander verheiratet.

OK... jetzt gilts zu schmecken

OK… jetzt gilts zu schmecken

Tja, so sah das Endergebnis nach einigen Mühen dann aus… und die Stäbchen sind nicht nur Doku, ich kann mit sowas auch essen… ist auch viel sinnvoller, weil man damit nicht so schlingt wie mit Gabeln und Löffeln… eigentlich sollte ich mir Stäbchen generell angewöhnen, wäre ein warmes Leberkäse-Brötchen damit nur nicht so kompliziert zu essen. 🙂

Aber jetzt zum Geschmack: er war so „Naja“…. das lag sicher nicht an den Zutaten, die in der Suppe enthalten waren, sondern in der Hauptsache wohl daran, dass wir einfach nichts Sonstiges (was alles empfohlen wurde) hinzugegeben haben. Die fischige Geschmacksnote habe ich aber gar nicht mehr wahrgenommen, weil eh schon die ganze Wohnung sehr deftig nach Fisch roch. Also abgesehen von einem etwas zu wässrigen und wenig intensiven Geschmack, war die Suppe aber absolut essbar. Ich lasse es daher auf jeden Fall mal auf einen zweiten Versuch ankommen, dann aber mit einem Rezept aus dem Internet und den Zutaten, die dazu empfohlen werden.

Zum guten Ende noch ein Wort an die wirklich eingefleischten (bzw. eingesuppten) Japan-Fans. Bitte geht mir dieser Beschreibung nicht so hart ins Gericht. Selbstverständlich hätten wir uns auch gleich eine Einkaufsliste für eine perfekte Suppe aus dem Web ziehen und die Sachen alle z.B. in einem Internetshop bestellen können. Es ging uns aber nicht darum den japanisch perfekten Weg der Suppe zu zelebrieren, sondern wir wollten einfach mal aus Neugier ein wenig damit versuchen. Die japanische Küche ist eine wundervolle und meist viel gesündere Küche, als wir das in Europa so haben… ich als dummer Deutscher gehe da eben ein wenig erfurchtslos heran, aber ich will immerhin auch kein Kochbuch für Japanisches Essen schreiben, sondern nur für euch da draußen eine nette Geschichte in meinem Blog abliefern.

Ach übrigens: teilen, kommentieren und weiterverlinken dürft ihr das gerne 🙂

Und dieser Blog war jetzt so lang, dass ich keine Lust mehr habe alles auf Flüchtigkeitsfehler zu prüfen. Ich habs so geschrieben, wie ich in dem Moment dachte. Wenn ihr also miese Grammatik und meine üblichen Tippfehler findet, dann behaltet sie ruhig: 🙂

Seltsame Japanische Melonen-Limonade

Ein weiteres Produkt aus unserem Japan-Viertel-Konsum-Kreuzug, den wir vor einigen Tagen in Düsseldorf unternomen haben, habe ich nun am eigenen Geschmacksnerv getestet.

Eine Art grüner Melonen-Limonade in einer Glasflasche, deren Verschluss es aber in sich hat. Weder ist mir sowas bisher irgendwo bei europäischen Produkten begegnet, noch habe ich eine Ahnung davon, ob dieser Art des Verschlusses nur ein stylischer Gag ist oder sich sonst irgendwie (z.b. betriebwirtschaftlich günstiger) bewährt hat.

Ich werd euch davon mal ein paar Bilder zeigen.

Japanische Melonen-Limonade mit seltsamen Verschluss

Japanische Melonen-Limonade mit seltsamen Verschluss

Die Flasche ist nicht mit einem Schraubverschluss oder einem Kronkorken oder ähnlichem verschlossen, sondern mit einer Glaskugel, die sich aber (Achtung!) im Inneren der Flasche befindet. Die klemmt also von innen heraus den Verschluss so ab, damit keine Flüssigkeit entweichen kann.

Um die Flasche zu öffnen benötigt man also etwas Werkzeug, das praktischerweise schon mitgeliefert wird und zum Vorschein kommt, wenn man die weiße Folie vom Flaschenhals entfernt hat…

Japanisches Melonen-Zuckerwasser öffnen

Japanisches Melonen-Zuckerwasser öffnen

Den weißen Ring brauch man gar nicht. Der ist nur als Abstandshalter auf dem Flaschenhals gesetzt, damit das rote Teil nicht unbeabsichtigt an die Glaskugel kommt. Will man die Flasche nun öffnen, steckt man das rote Teil mit der Röhre nach unten auf den Flaschenhals und drückt einmal kräftig drauf. Dadurch wird die Kugel locker und fällt nach innen.

Weil der der Flaschenhals an einer Stelle stark verengt ist, fällt die Kugel aber nicht bis auf den Boden der Flasche, sondern bleibt im Falschenhals dann liegen und wenn man drinkt, strömt die Limonade daran jetzt vorbei.

Glaskugel bleibt im Flaschenhals liegen

Glaskugel bleibt im Flaschenhals liegen

Eine sehr seltsame Art eine Flasche zu öffnen… aber cool ist die Idee allemal…. doch während ich so die ersten Schlücke (ist das die Mehrzahl von „Schluck“? Keine Ahnung!) aus der Flasche nahm, begann ich mich aber zu fragen, wie die Kugel in die Flasche kam?

Zweifellos muss sie schon bei der Produktion der Flasche eingelegt worden sein, aber wie hat man die Kugel dann dazu gebracht so fest am Flaschenhals zu verkeilen, dass sie diesen dicht abschließt nachdem die Limonade eingefüllt wurde? Evtl. mit einer maschinellen schnellen Drehung, so dass die Kugel von innen gegen den sich verjüngenden Flaschenhals geschossen wird? Oder vielleicht mit Druck aus der Kohlensäure der Limonade?

Verdammt, das weiß ich jetzt einfach nicht und im Internet haben weder meine Freundin noch ich etwas dazu gefunden…… verflixt! 🙂

Die Limo schmeckt jedenfalls ganz passabel und erinnert von der Künstlichkeit des Melonen-Geschmacks an die ca. fingerdicken Schnüre, die man (innen mit so einem weißen Zuckerschaumstoff gefüllt) in ca. 1 Meter Länge auf der Kirmes kaufen kann (da gibts meist Cola, Erdbeer, Melone… Geschmäcker davon). Also für europäische Geschmacksnerven ist das ein durchaus vertrauter Geschmack und wenn die Limo noch so richtig kalt gewesen wäre, wäre sie sicher auch im Sommer gut erfrischend.

Nach dem Reisdrink und dem Apfel-Glibber-Etwas (dieser Blog berichtete darüber) hatte ich mich jedenfalls auf Schlimmeres eingestellt, aber dies traf diesmal zum Glück nicht ein…. naja… warten wir es ab, denn es sind noch genug Produkte zum testen da…. unter anderem eine Naschigkeit mit süßer Bohnen-Füllung…. öhm…ja… dann mal Mahlzeit 🙂

Es gibt Reis, Baby!

Süße Reislimonade...

Süße Reislimonade…

Und damit meine ich nicht einmal das genial dadaistische Werk von Helge Schneider, mit dem ich (durch sich tagelang wiederholendes Abspielen) meine Kameraden bei der Armee damals in den Wahnsinn getrieben habe, sondern ein weiteres Teil aus unserem gestrigen Konsumraubzug im japanischen Viertel in Düsseldorf. Gemäß der Aufschrift auf der Getränkedose handelt es sich dabei diesmal jedoch um ein ursprünglich koreanisches Produkt, was der Vollständigkeit wegen erwähnt sein sollte, wenn es schon ausdrücklich auf der Dose zu lesen steht.

Das Reis als Limonade trinkbar sein soll, leuchtete mir jedenfalls nicht wirklich ein – ein guter Grund mehr diese Dose mitzunehmen und sich einem Versuch an der eigenen Person zu stellen!

Das Produkt ist eine relativ kleine Dose, nur etwas mehr als die halbe Höhe einer hier üblichen Limonaden- oder Energydrink-Dose entsprechend. Gerade die auf dem Bild dargestellten schwimmenden Reiskörner haben den anstehenden Geschmackstest doch etwas spannend gemacht.

Beim Öffnen war keine Kohlensäure feststellbar und der Geruch erinnerte eher an in Wasser aufgelösten Zucker, aber eben nicht (wie wir das gewohnt sind) an etwas brauseartiges oder spritzig-blubberndes und da wir wissen wollten, wie das aussieht, was wir gleich trinken werden, haben wir den Inhalt in ein Glas umgefüllt.

Koreanisches Reisgetränk aus der Dose

Koreanisches Reisgetränk aus der Dose

Die Flüssigkeit war zuerst nur leicht milchig, was wohl vom Reis kommt uns aber dennoch gewundert hat, denn immerhin sind auf der Dose ja Reiskörner im Getränk abgebildet.

Die kamen dann auch und zwar auf dem Grund der Dose, als wir sie dann ganz auf den Kopf gestellt hatten, in Massen. Die Reiskörner schwimmen aber nicht oben (was ja auch klar ist, irgendwie) sondern setzen sich ziemlich schnell auf dem Grund ab.

Reiskörner im Getränk

Reiskörner im Getränk

Tja… der Geschmack… das ist so eine Sache.

Getestet haben wir das ganze unter „Frühstücksbedingungen“ an einem Sonntag gegen 12:00 Uhr (ja ich weiß, trotzdem „Frühstück“) und in meinem Fall auf nüchternen Magen.

Ich fand den Geschmack zunächst gar nicht unangenehm. Ja sicher, es ist ein unbekannter Geschmack und erinnerte nicht nur an Reis, sondern auch ein wenig an Malzzucker wie er bei uns z.B. auch in den nicht-alkoholischen Malzbier-Getränken schmeckbar ist. Eigentlich hatte ich es mir aber auch schlimmer vorgestellt…

Etwas seltsam sieht es nur aus, weil diese Reiskörner da unten im Glas rumsüppeln… wer selbst einen Haushalt führt und es mit dem Abspülen mal nicht so eilig hat, der fühlt sich beim Anblick etwas an einen Milchreiskochtopf erinnert, den man mit Wasser vollaufen lässt, damit er sich leichter spülen lässt… also kein ganz so tolles Kopfkino während man das Zeug trinkt. 🙂

Meiner Freundin hat das Getränk gar nicht geschmeckt, aber sie hatte zu dem Zeitpunkt auch bereits ein halbes warmes Leberkäsebrötchen verdrückt. Nachdem ich auch mit frühstücken begonnen hatte und mir danach den Rest des Getränks noch einverleiben wollte, habe ich es auch kaum noch runtergebracht. Das ist schon seltsam, denn auf nüchternen Magen war es doch zu Anfang gar nicht schlecht. 🙂

Scheint wohl so, als wäre der Geschmack eben doch zu weit weg von den geschmacklichen Sphären eines fettig-süddeutschen Leberkäses und das verträgt sich irgendwie nur ganz schlecht.

Nichts desto trotz, es war eine interessante Erfahrung. Nur weiß ich nicht, ob man die Reiskörner wirklich mittrinkt (soweit bin ich ja nicht mehr gekommen) oder ob die nur noch des Geschmacks wegen in der Flüssigkeit sind. Ich habe es jedenfalls dann doch nicht mehr gewagt das Glas abzugießen und mir einen Löffel vom Reis direkt zu gönnen…

Für morgen stehen die Aussichten dann auf „Lecker“, denn dann ist die Melonenlimonade fällig. 🙂