Tag "shopping"

Seltsame Japanische Melonen-Limonade

Ein weiteres Produkt aus unserem Japan-Viertel-Konsum-Kreuzug, den wir vor einigen Tagen in Düsseldorf unternomen haben, habe ich nun am eigenen Geschmacksnerv getestet.

Eine Art grüner Melonen-Limonade in einer Glasflasche, deren Verschluss es aber in sich hat. Weder ist mir sowas bisher irgendwo bei europäischen Produkten begegnet, noch habe ich eine Ahnung davon, ob dieser Art des Verschlusses nur ein stylischer Gag ist oder sich sonst irgendwie (z.b. betriebwirtschaftlich günstiger) bewährt hat.

Ich werd euch davon mal ein paar Bilder zeigen.

Japanische Melonen-Limonade mit seltsamen Verschluss

Japanische Melonen-Limonade mit seltsamen Verschluss

Die Flasche ist nicht mit einem Schraubverschluss oder einem Kronkorken oder ähnlichem verschlossen, sondern mit einer Glaskugel, die sich aber (Achtung!) im Inneren der Flasche befindet. Die klemmt also von innen heraus den Verschluss so ab, damit keine Flüssigkeit entweichen kann.

Um die Flasche zu öffnen benötigt man also etwas Werkzeug, das praktischerweise schon mitgeliefert wird und zum Vorschein kommt, wenn man die weiße Folie vom Flaschenhals entfernt hat…

Japanisches Melonen-Zuckerwasser öffnen

Japanisches Melonen-Zuckerwasser öffnen

Den weißen Ring brauch man gar nicht. Der ist nur als Abstandshalter auf dem Flaschenhals gesetzt, damit das rote Teil nicht unbeabsichtigt an die Glaskugel kommt. Will man die Flasche nun öffnen, steckt man das rote Teil mit der Röhre nach unten auf den Flaschenhals und drückt einmal kräftig drauf. Dadurch wird die Kugel locker und fällt nach innen.

Weil der der Flaschenhals an einer Stelle stark verengt ist, fällt die Kugel aber nicht bis auf den Boden der Flasche, sondern bleibt im Falschenhals dann liegen und wenn man drinkt, strömt die Limonade daran jetzt vorbei.

Glaskugel bleibt im Flaschenhals liegen

Glaskugel bleibt im Flaschenhals liegen

Eine sehr seltsame Art eine Flasche zu öffnen… aber cool ist die Idee allemal…. doch während ich so die ersten Schlücke (ist das die Mehrzahl von „Schluck“? Keine Ahnung!) aus der Flasche nahm, begann ich mich aber zu fragen, wie die Kugel in die Flasche kam?

Zweifellos muss sie schon bei der Produktion der Flasche eingelegt worden sein, aber wie hat man die Kugel dann dazu gebracht so fest am Flaschenhals zu verkeilen, dass sie diesen dicht abschließt nachdem die Limonade eingefüllt wurde? Evtl. mit einer maschinellen schnellen Drehung, so dass die Kugel von innen gegen den sich verjüngenden Flaschenhals geschossen wird? Oder vielleicht mit Druck aus der Kohlensäure der Limonade?

Verdammt, das weiß ich jetzt einfach nicht und im Internet haben weder meine Freundin noch ich etwas dazu gefunden…… verflixt! 🙂

Die Limo schmeckt jedenfalls ganz passabel und erinnert von der Künstlichkeit des Melonen-Geschmacks an die ca. fingerdicken Schnüre, die man (innen mit so einem weißen Zuckerschaumstoff gefüllt) in ca. 1 Meter Länge auf der Kirmes kaufen kann (da gibts meist Cola, Erdbeer, Melone… Geschmäcker davon). Also für europäische Geschmacksnerven ist das ein durchaus vertrauter Geschmack und wenn die Limo noch so richtig kalt gewesen wäre, wäre sie sicher auch im Sommer gut erfrischend.

Nach dem Reisdrink und dem Apfel-Glibber-Etwas (dieser Blog berichtete darüber) hatte ich mich jedenfalls auf Schlimmeres eingestellt, aber dies traf diesmal zum Glück nicht ein…. naja… warten wir es ab, denn es sind noch genug Produkte zum testen da…. unter anderem eine Naschigkeit mit süßer Bohnen-Füllung…. öhm…ja… dann mal Mahlzeit 🙂

Es gibt Reis, Baby!

Süße Reislimonade...

Süße Reislimonade…

Und damit meine ich nicht einmal das genial dadaistische Werk von Helge Schneider, mit dem ich (durch sich tagelang wiederholendes Abspielen) meine Kameraden bei der Armee damals in den Wahnsinn getrieben habe, sondern ein weiteres Teil aus unserem gestrigen Konsumraubzug im japanischen Viertel in Düsseldorf. Gemäß der Aufschrift auf der Getränkedose handelt es sich dabei diesmal jedoch um ein ursprünglich koreanisches Produkt, was der Vollständigkeit wegen erwähnt sein sollte, wenn es schon ausdrücklich auf der Dose zu lesen steht.

Das Reis als Limonade trinkbar sein soll, leuchtete mir jedenfalls nicht wirklich ein – ein guter Grund mehr diese Dose mitzunehmen und sich einem Versuch an der eigenen Person zu stellen!

Das Produkt ist eine relativ kleine Dose, nur etwas mehr als die halbe Höhe einer hier üblichen Limonaden- oder Energydrink-Dose entsprechend. Gerade die auf dem Bild dargestellten schwimmenden Reiskörner haben den anstehenden Geschmackstest doch etwas spannend gemacht.

Beim Öffnen war keine Kohlensäure feststellbar und der Geruch erinnerte eher an in Wasser aufgelösten Zucker, aber eben nicht (wie wir das gewohnt sind) an etwas brauseartiges oder spritzig-blubberndes und da wir wissen wollten, wie das aussieht, was wir gleich trinken werden, haben wir den Inhalt in ein Glas umgefüllt.

Koreanisches Reisgetränk aus der Dose

Koreanisches Reisgetränk aus der Dose

Die Flüssigkeit war zuerst nur leicht milchig, was wohl vom Reis kommt uns aber dennoch gewundert hat, denn immerhin sind auf der Dose ja Reiskörner im Getränk abgebildet.

Die kamen dann auch und zwar auf dem Grund der Dose, als wir sie dann ganz auf den Kopf gestellt hatten, in Massen. Die Reiskörner schwimmen aber nicht oben (was ja auch klar ist, irgendwie) sondern setzen sich ziemlich schnell auf dem Grund ab.

Reiskörner im Getränk

Reiskörner im Getränk

Tja… der Geschmack… das ist so eine Sache.

Getestet haben wir das ganze unter „Frühstücksbedingungen“ an einem Sonntag gegen 12:00 Uhr (ja ich weiß, trotzdem „Frühstück“) und in meinem Fall auf nüchternen Magen.

Ich fand den Geschmack zunächst gar nicht unangenehm. Ja sicher, es ist ein unbekannter Geschmack und erinnerte nicht nur an Reis, sondern auch ein wenig an Malzzucker wie er bei uns z.B. auch in den nicht-alkoholischen Malzbier-Getränken schmeckbar ist. Eigentlich hatte ich es mir aber auch schlimmer vorgestellt…

Etwas seltsam sieht es nur aus, weil diese Reiskörner da unten im Glas rumsüppeln… wer selbst einen Haushalt führt und es mit dem Abspülen mal nicht so eilig hat, der fühlt sich beim Anblick etwas an einen Milchreiskochtopf erinnert, den man mit Wasser vollaufen lässt, damit er sich leichter spülen lässt… also kein ganz so tolles Kopfkino während man das Zeug trinkt. 🙂

Meiner Freundin hat das Getränk gar nicht geschmeckt, aber sie hatte zu dem Zeitpunkt auch bereits ein halbes warmes Leberkäsebrötchen verdrückt. Nachdem ich auch mit frühstücken begonnen hatte und mir danach den Rest des Getränks noch einverleiben wollte, habe ich es auch kaum noch runtergebracht. Das ist schon seltsam, denn auf nüchternen Magen war es doch zu Anfang gar nicht schlecht. 🙂

Scheint wohl so, als wäre der Geschmack eben doch zu weit weg von den geschmacklichen Sphären eines fettig-süddeutschen Leberkäses und das verträgt sich irgendwie nur ganz schlecht.

Nichts desto trotz, es war eine interessante Erfahrung. Nur weiß ich nicht, ob man die Reiskörner wirklich mittrinkt (soweit bin ich ja nicht mehr gekommen) oder ob die nur noch des Geschmacks wegen in der Flüssigkeit sind. Ich habe es jedenfalls dann doch nicht mehr gewagt das Glas abzugießen und mir einen Löffel vom Reis direkt zu gönnen…

Für morgen stehen die Aussichten dann auf „Lecker“, denn dann ist die Melonenlimonade fällig. 🙂

Was ist das und wer isst das?

Heute waren wir mal wieder in Düsseldorf um ein paar Dinge nachzuholen, zu denen wir beim Japan-Tag 2014 aufgrund der Massen von Besuchern einfach nicht gekommen sind.

Dazu gehörte unter anderem auch ein Einkauf in einem japanischen Supermarkt auf der Immermann-Straße, der beleibtere Menschen (ich ich selbst auch inzwischen einer bin) ständig vor kleine Herausforderungen stellt, insbesondere auch dann, wenn man dort noch mit Taschen und einem Rucksack und in dicker Wintermantelung zusammen mit anderen Kunden unterwegs ist.

Ständig hat man Angst in diesen schmalen Gängen bei einer Drehung oder Bewegung die eine oder andere Köstlichkeit aus den dicht gedrängten Regalen zu fegen… aber letztlich haben wir uns doch gut und ohne Schäden durchgearbeitet und dank Tante Google (auf dem Handy) und genügend Zeit auch alles gefunden, was wir suchten.

Naja, genau genommen haben wir mehr gefunden als wir gesucht haben, aber ich komme nun auch nicht jede Woche nach Düsseldorf und daher war das schon in Ordnung.

Eines dieser Dinge, die ich gefunden habe ist das hier:

Aus dem Japan-Supermarkt

Aus dem Japan-Supermarkt

„Was ist das?“ hab ich mich natürlich gefragt und tippte zunächst einmal auf einen nach Apfel schmeckenden Kaugummi, denn die Form und Größe der Verpackung deutete auf etwas in Richtung Kaugummi oder Drops oder dergleichen. Das Gefühl beim Anfassen der Verpackung war allerdings seltsam nachgebend… also eher so wie bei Sülze zum Beispiel.

Da sich der Preis dieses Produktes (wenn ich mich richtig erinnere) noch im Cent-Bereich bewegte, hab ich es (neben anderen Produkten) einfach mal gekauft um es zuhause zu testen… am Ende war der Einkaufskorb gut gefüllt mit ähnlichen Produkten, die wir in den nächsten Tagen hier im Blog wahrscheinlich auch noch kurz zeigen werden…

… abgesehen von der Japanischen Version von „Jelly Bellys“, die ich gleich zuhause getestet habe und die SO GEIL LECKER waren, dass ich die ganze Packung verdrückt habe, noch bevor ich überhaupt daran denken konnte ein paar Fotos für den Blog zu machen.

Tja, wenn das jetzt wieder mein Hausarzt lesen würde… der würde mir sicher wieder was dazu erzählen.

Zuhause angekommen hab ich also mal diese recht seltsame Verpackung geöffnet und siehe da… so weit entfernt von Sülze waren wir gar nicht, denn es handelt sich um eine Art Gelatine, die (wie es die Produktverpackung schon im Bild andeutet) nach Apfel schmeckt.

Glibberig und schmeckt nach Apfel

Glibberig und schmeckt nach Apfel

Allerdings ist die Konsistenz deutlich fester als man es von Konfitüre oder Marmelade erwarten würde und außerdem hat man beim Verzehr auch ein leicht mehliges Gefühl auf der Zunge.

Seltsam, seltsam also, aber absolut wohlschmeckend, wie ich finde.

Wofür man das „eigentlich“ verwendet, weiß ich nicht. Vielleicht nur zum naschen… vielleicht als Mittel zum Abschmecken süßer Speisen… vielleicht aber auch nur, damit sich Nicht-Japaner darüber wundern.

Auf der japanischen Homepage des Herstellers habe ich leider keine Infos dazu gefunden – auch wenn sich der (extra dafür wieder von mir aus der datentechnischen Versenkung geholte) Chrome Browser mit Übersetzungsfunktion wirklich alle Mühe gegeben hat.

Das Ding kommt beim Sonntagsfrühstück morgen früh aufs Brötchen, basta. 🙂